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Rundgang durch den Stadtwald

 

Zu den anderen Stadtrundgängen:

 

1495 wurde vom Rat Gera das Gut Pöppeln mit dem Vorwerk Vollersdorf, inklusive Wiesen und Wäldern gekauft. Damit legte man den Grundstock für den Stadtwald. Durch weitere Zukäufe vergrößerte man den Wald noch und sicherte damit die Versorgung der Stadt mit Bau- und Brennholz. Um die Burg Osterstein vor Angreifern zu schützen, wurde der Wald besonders dicht bepflanzt und mit viel Unterholz und Dornengestrüpp versehen. Erst Graf Heinrich XVIII. sorgte um 1697 für die Umgestaltung des Stadtwaldes in einen Naturpark. Er ließ Wege anlegen und das Waldhaus bauen.
Der Stadtwald wird im Osten von den Stadtteilen Untermhaus und Debschwitz begrenzt, im Süden von Lusan, Zeulsdorf und Dürrenebersdorf, im Westen von Scheubengrobsdorf, Frankenthal und Töppeln, sowie im Norden von Rubitz, Thieschitz und Milbitz. Ernsee, die Hammelburg und auch das Klinikum der Stadt Gera werden vom Stadtwald fast umschlossen.

NATURLEHRPFAD GERA WEST
Der Naturlehrpfad durchquert nur einen kleinen Teil des gesamten Stadtwaldes. Auf dem fast sieben Kilometer langen Rundweg bekommt man aber einen ersten Eindruck. Auf einer Vielzahl von Informationstafeln wird die Tier- und Pflanzenwelt des Stadtwaldes erklärt. Der Rundweg lässt sich außer zu Fuß alternativ auch mit dem Rad erkunden. Da der Weg an manchen Stellen uneben und/oder steil ist, sollte es aber mindestens ein Trekkingrad mit Schaltung sein.

km 0

Dieser Rundgang beginnt auf dem Mohrenplatz im Stadtteil Untermhaus. Der Aufstieg zum Hainberg erfolgt über den Schloßberg.

km 0,3

Nach einem kleinen Waldparkplatz zweigt rechts der Naturlehrpfad ab und führt, an ersten Informationstafeln vorbei, steil hinauf.

km 0,5

Oben angekommen, trifft man auf die Schloßallee. Diese verbindet das Schloß mit dem Jagdhof. Über die Wolfsbrücke (Bild) kann man einen Abstecher zum Schloss Osterstein machen. Der Bergfried lädt zu einer Turmbesteigung ein, manchmal auch zu kleineren Ausstellungen. Vom Terrassencafe hat man einen schönen Blick auf ganz Gera. 
Der Lehrpfad setzt sich auf dem Hainbergweg fort.

km 1,1

 

Das 1896 errichtete Liebe Denkmal

Prof. Dr. Karl Theodor Liebe
1828 - 1894
Geologe & Ornithologe

km 1,3

An einem Wetterpilz zweigt ein Weg nach links ab. Folgt man ihm, gelangt man nach ein paar Metern bergab auf den Faulenzerweg. Dort unten steht auch die dicke Torstensoneiche (Bild links). 

km 1,6

 

Dem Bismarckdenkmal fehlt momentan die Gedenktafel.

km 1,8

Zirka 100m vor einer Schranke biegt der Naturlehrpfad nach rechts ab. Der Weg wird schmaler und steigt wieder an.

km 2,0

Am Abzweig rechts halten. Wir befinden uns jetzt im Eulengraben. Der Weg steigt steil an. 

km 2,6

An einer Waldkreuzung steht eine Schutzhütte. Der Querweg führt vom Schloss / Jagdhof zum Waldklinikum.

km 2,8

Wir treffen auf die Straße vom Jagdhof nach Ernsee. Der Lehrpfad wird ab hier schmal und uneben und führt parallel zur Schloßstraße in Richtung Ernsee weiter.

km 3,3

Auf einer kleinen Lichtung steht der, 1897 vom Verschönerungsverein Gera erbaute und nach dem Kaufmann Wilhelm Gladitsch benannte, Gladitschturm. Aufgrund baulicher Mängel kann momentan keine Nutzung erfolgen. Von der Treppe im Inneren ist fast nichts mehr erhalten. Zudem reicht die Höhe der Aussichtsplattform nicht mehr für einen Rundblick aus. Bäume wachsen eben, Türme nicht. 

km 3,8

Der Parkplatz am Waldrand, an der Straße nach Ernsee, bietet sich als alternativer Einstieg in diesen Rundgang an. Der Lehrpfad führt auf der anderen Straßenseite wieder in den Wald hinein.

km 4,2

Der Pfad trifft auf einen anderen Weg und folgt diesem nach links. Bis hierher ist der Weg immer noch schmal und uneben gewesen. 

Abzweig Naturlehrpfad Ernsee
km 5,5

Der andere Abzweig zum Naturlehrpfad Ernsee. Ein Wetterpilz lädt zum verweilen ein.

km 6,3 Die Stadt hat uns wieder, wir kommen aus aus dem Wald heraus - Fuchsklamm
km 6,6 Ende des Rundganges auf dem Mohrenplatz in Untermhaus.

Weitere schöne Stellen im Stadtwald

Der Fuchsturm wurde ursprünglich als Kaiser Wilhelm Thurm 1901 vom Verschönerungsverein Gera erbaut. 

Der Verein der jungen Stadtführer in Gera (www.perpedes.gera.de) kümmert sich um den Turm.

An jedem ersten und dritten Samstag im Monat ist der Turm von 14-16 Uhr geöffnet und darf bestiegen werden. 

Auf Anfrage (Tel.: 0365/36714) kann der Turm für Gruppen auch an anderen Tagen zugänglich gemacht werden.

Der günstige Standort am Waldrand ermöglicht einen freien Blick vom Aussichtsbalkon über Gera.

 

Die Kalte Eiche - ca. 500 Jahre alt, 6,2 m Umfang, der Name entstand wegen zugigem Standort